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MEDIKAMENTÖSE THERAPIE VON TUMORSCHMERZEN
Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Schmerztherapie unter “Sterbehilfe”
Nach einer Statistik der Bundesärztekammer und der KBV waren zum Ende 2006 311300 Ärzte berufstätig. Ende 2007 waren 118.743 Ärzte (38 %)
im Besitz von gültigen BtM-Rezepten (ambulante Verschreibung) bzw. BtM-Anforderungsscheinen (stationäre Verschreibung). (Quelle: Schreiben der Bundesopiumstelle vom 03.01.2008). Nur diese 38 % können Schmerzmittel der WHO-Stufe 3 rezeptieren oder anfordern.
Und es scheint sich doch etwas zu bewegen: Zum Stichtag 31.12.2008 waren laut Mitteilung der Bundesopiumstelle vom 05.01.2009 bereits 123 700 Ärzte, also 4957
mehr als 2007 im Besitz von BtM-Rezepten/Anforderungscheinen! Obwohl die Ärztestatistiken für 2008 noch nicht vorliegen, dürfte der Anteil damit auf über 40 % gestiegen sein.
Natürlich ist das bloße Vorhandensein von BTM-Rezepten kein Kriterium für eine gute Schmerztherapie, wer aber z. B. als Belegarzt im Hospiz oder bei der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ohne diese tätig werden will, kann sicher keine Palliativmedizin gewährleisten.
Ein bildhafter Vergleich: Wenn ein Verdurstender in der Wüste nur einen Fingerhut voll Wasser gereicht bekommt, wird er mehr verlangen. Ist dies dann Ausdruck von Sucht?
Ist es Ausdruck von Sucht, wenn jemand nach adäquater Schmerztherapie verlangt, um wieder am Leben teilhaben zu können, weil sein ganzes Denken nur noch vom Schmerz beherrscht wird? Das Suchtpotential dieser Medikamente kann und darf nicht verharmlost werden, dies darf aber nicht dazu führen, daß diese
nicht im erforderlichen Umfang verordnet werden.(=Link zur europäischen Tumor-Schmerz-Studie)
All diejenigen, welche Betäubungsmittel grundsätzlich ablehnen, sollten sich vor Augen führen, daß diese bei jeder Vollnarkose zum Einsatz kommen und z. B. auf -
chirurgischen - Intensivstationen zum Standard-Repertoire an Medikamenten gehören.
Auch diese Seiten liefern Informationen für eine bedarfsgerechte und sichere Anwendung dieser Medikamente. Eine sachgemäße Anwendung in der Hand des Geübten hat nicht
zwangsläufig eine Lebensverkürzung zur Folge! Daß eine unzureichende Schmerztherapie, unabhängig von der menschlichen Komponente, durchaus auch strafrechtliche Folgen haben kann, finden Sie hier ...
Unbürokratische Teilnahme (Erstanforderung) am Betäubungsmittel-Verkehr: Nur ein Schreiben mit beglaubigter Approbationsurkunde erforderlich!!! Hier zum downloaden über die
Bundesopiumstelle:.
Erst-Anforderung von Betäubungsmittelrezepten für ambulante Verschreibungen
Erst-Anforderung von Betäubungsmittelanforderungsscheinen für den Stationsbedarf
(jeweils ext. Links zum Öffnen und Ausdrucken als rtf-Datei, z. B. über Word)
Interview mit Dr. Gerhard Lauktien von der Bundesopiumstelle zum Betäubungsmittelrecht (dieser Link führte inzwischen auf eine
Werbeseite des Anbieters doccheck und wurde entfernt, das Interview ist derzeit nicht mehr auffindbar)
Die Verordnung von BtM-pflichtigen Opioiden in der hausärztlichen Praxis
Hausärztliche Leitlinie: Palliativversorgung
Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie, mit Therapeuten-Verzeichnis
“Weniger Schmerzen bei Krebserkrankungen: Informationen für Eltern krebskranker Kinder und
Jugendlicher” Zu dieser Broschüre gibt es eine kleine Geschichte: Im Februar 2006, an meinem letzten Arbeitstag vor der Abreise nach
Datteln (NRW, in die Institution, welche dies herausgegeben hat) zum ersten Kursblock “Pädiatrische Palliativversorgung” hörte ich, wie hinter meinem Rücken die Bücher im Regal unserer Kinderkrebsstation ins
Rutschen kamen. Als ich mich umdrehte, lag diese Broschüre direkt vor meinen Füßen. Obwohl ich unsere Bibliothek intensiv nutzte, war ich zuvor noch nicht darauf aufmerksam geworden, diese steckte
offensichtlich in einem anderen Buch. Wenig später hatte diese auch schon in der 16-jährigen Gymnasiastin M. mit weit fortgeschrittenem Krebs einen dankbaren Empfänger gefunden. Seit damals wird auf diese
überzeugende Literatur auf diesen Seiten verlinkt.
Schmerzfragebogens “Eltern”
Schmerzfragebogens “Jugend”
Schmerzfragebogens “Kind”
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