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Hospiz- und Palliativversorgung vom “FrĂŒhchen bis zum Greis”

Familienhospiz-Initiative GĂŒnter Biebl, Augsburg

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Das Schlimmste das Eltern widerfahren kann, ist die Mitteilung: “Wir können ihr Kind nicht mehr heilen, es wird sterben.”

Nun wird man alles daransetzen, dem Kind die zu verbleibende Zeit so ertrĂ€glich wie möglich zu gestalten. Man wird alle Möglichkeiten der Leidenslinderungsmedizin einsetzen und wird versuchen, die Betreuung in der vertrauten Umgebung zu Hause durchzufĂŒhren.

HierfĂŒr sind einige Voraussetzungen nötig, um dies den Familien zu ermöglichen. ZunĂ€chst geht es um die UnterstĂŒtzung durch ambulante BrĂŒckenteams, amb. Kinderpflegedienste, amb. Kinderhospizdienste, Haushaltsdienste usw.. Zugleich ist zu regeln, was im Falle von sehr oft vorhersehbaren Komplikationen zu unternehmen, wer zu verstĂ€ndigen ist.

SelbstverstĂ€ndlich soll es sein, dass die Kinder vor der Entlassung aus der Klinik grĂŒndlich leidenslindernd (bei Interesse unter: “Palliativmedizin”, “Hospiz”) behandelt und eingestellt werden, so dass möglichst anhaltend Schmerzfreiheit vorliegt und keine sonstigen schwerwiegenden und vermeidbare Probleme das Wohlbefinden des Kindes beeintrĂ€chtigen.

Weiter muss fĂŒr alle Komplikationen, welche man nicht zu Hause in den Griff bekommt, eine Anlaufstelle fĂŒr eine stationĂ€re Behandlung bekannt sein. Dies gilt im gleichem Maße, wenn die Betreuungsperson zu Hause ĂŒberraschend ausfĂ€llt oder ĂŒberlastet ist. Eine Intensivtherapie am absehbaren Lebensende ist durch vorausschauende Betreuung möglichst auszuschliessen.

Die Familienhospiz-Initiative hat nun seit Mitte Oktober 2007 neben den bekannten Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen auch Hospize und Palliativstationen, welche eigentlich fĂŒr Erwachsene eingerichtet wurden, befragt. Die Ergebnisse finden Sie auf den LĂ€nderseiten.

FĂŒr all diejenigen, welche den Hintergrund einer klinischen Einrichtung bevorzugen, sind die Behandlungsmöglichkeiten in Kinderkliniken und Palliativstationen gegeben. FĂŒr alle, welche nach einer belastenden Krankenhaustherapie oder aus EnttĂ€uschung ĂŒber eine nicht mögliche Heilung Abstand von einer klinischen Einrichtung wĂŒnschen, bieten sich die Angebote in den Kinderhospizen und Hospizen an, so sie denn in der jeweiligen Region auch angeboten werden. Dort wo es die optimale Möglichkeit nicht gibt, muß aus den verfĂŒgbaren die beste auszuwĂ€hlen sein.

          

Diese Grafik wurde fĂŒr die Palliativversorgung von Kindern gestaltet, trifft aber sinngemĂ€ĂŸ auch fĂŒr die Versorgung von Erwachsenen zu. Die NĂ€he zum Zentrum  - der Familie  -  trifft keine Aussage ĂŒber die PrioritĂ€t der genannten Einrichtungen, diese wird in der Praxis jeweils eine individuelle Konstellation ergeben. Die Auswahl, welche sicher nicht vollstĂ€ndig ist, sollte nach dem jeweiligen Bedarf, dem regionalem Angebot und der KostenĂŒbernahme durch die KostentrĂ€ger erfolgen. Alle Angebote könnten durch eine Vernetzung auch untereinander kooperieren.

Die Einrichtungen sind jeweils in den BundeslÀndern wie folgt sortiert.

Ballons verlinkt!

Ein Projekt der  Familienhospiz-Initiative

Ganz besonders freuen wir uns, wenn Sie uns per E-Mail (info(O)familienhospiz.de) weitere Möglichkeiten mit oben genannter Zielsetzung mitteilen wĂŒrden. Ein Eintrag aber erfolgt nur nach ausdrĂŒcklicher Zustimmung/Anmeldung der jeweiligen Einrichtung. Die Hinweise unter “Bemerkun gen” stammen von diesen und sind in der Regel gekĂŒrzt oder zusammengefasst.

Einrichtungen können sich ĂŒber das Online-Anmeldeformular oder die ausdruckbare Anmeldung aufnehmen lassen (der Eintrag erfolgt kostenlos).

Die Darstellung der in Frage kommenenden ambulanten Dienste wĂŒrden den Rahmen dieser Auflistung sprengen. Im Bedarfsfall dĂŒrften die Internetseiten der einzelnen Einrichtungen Auskunft darĂŒber geben. 

Anmeldungen sind jederzeit noch möglich und herzlich willkommen!

Und auch hier gilt: SĂ€mtliche Empfehlungen und Verlinkungen dieser Seite erfolgen ohne geforderte oder angebotene Gegenleistung. Sollte diesen gefolgt werden, entstehen mir hieraus keinerlei wirtschaftliche Vorteile! Diese Seiten werden vollstĂ€ndig aus Privatmitteln finanziert, es wurden weder öffentliche ZuschĂŒsse beantragt, noch wird um Spenden geworben.     

Sollte im Verzeichnis keine geeignete Einrichtung im gesuchten oder den benachbarten BundeslĂ€ndern gemeldet sein, können Sie unter nachfolgender Internetseite entsprechende Anschriften finden: www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de/ (ext. Link) abrufen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise unter “Verschiedenes”  

Inzwischen habe ich damit begonnen, all diejeneigen in den BundeslĂ€ndern mit aufzufĂŒhren, welche durch Hinweise, Weiterleitungen und Empfehlungen meine Arbeit unterstĂŒtzten. Ganz herzlichen Dank hierfĂŒr. 

Zur Diskussion:

FĂŒr viele lĂ€ĂŸt sich der Begriff “lebenslimitierende Erkrankung” nicht als feste GrĂ¶ĂŸe fassen. Dies zeigt sich auch daran, daß sehr oft unterschiedliche Zahlen im Umlauf sind, welche regelmĂ€ĂŸig weit voneinander abweichen. Am hĂ€ufigsten werden 16 000 - 22 000 als Zahl der Gesamterkrankten, (nicht jĂ€hrliche Neuerkrankungen!) genannt. 

Zitate: LebensverkĂŒrzende Erkrankungen sind folgendermaßen definiert:

"Lebenslimitierende Erkrankungen sind Krankheiten, bei denen es keine realistische Hoffnung auf Heilung gibt und an denen die Kinder/Jugendlichen mutmaßlich vor Erreichen des Erwachsenenalters versterben werden.”

Eine chronische Erkrankung wurde in diesem Zusammenhang von Williams (1996) definiert als

... eine medizinisch diagnostizierte Erkrankung welche sechs Monate oder lÀnger andauert und wenig oder keine VerÀnderung oder ein langsames Fortschreiten erkennen lÀsst.

Mir gefĂ€llt in diesem Zusammenhang der Begriff der “Leidenslinderungsmedizin” ganz besonders. Denn dieser macht keinen Unterschied zwischen dem Leid von chronisch kranken und dem Leid von Menschen, welche oftmals erst nach vielen qualvollen Jahren versterben. Wo Leid ist, gehört es unabhĂ€ngig vom Alter, dem Aufenthaltsort und der TodesnĂ€he gelindert!

Ich möchte hier die gesamte Bandbreite des Entlastungsbedarfes fĂŒr Familien mit erkrankten Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsene darstellen. Hierbei geht es auch um die Entlastung der gesamten Familie, einschließlich der Geschwister-Problematik.

Wie bei Erwachsenen, erstellt der Medizinische Dienst der Krankenkassen auch bei Kindern und Jugendlichen ein Pflegegutachten. Bei allen ab Pflegestufe 1 besteht ein Anspruch auf Ersatzpflege fĂŒr max. 4 Wochen pro Jahr (max. 1.432 Euro im Jahr, erstmals nach zwölf Monaten Pflege, - bei HĂ€rtefallregelung max. 1.918 Euro -) und zudem von Beginn an ein Anspruch auf Kurzzeitpflege fĂŒr max. 4 Wochen (max. 1.432 Euro im Jahr, - bei HĂ€rtefallregelung max. 1.918 Euro).

Und hierbei geht es nun um ganz andere Zahlen, als die oben im Zusammenhang mit den lebensverkĂŒrzenden Erkrankungen genannten: Damit haben nĂ€mlich 64997 Kinder (0 - 15 Jahre) oder 92545 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (0- 20 Jahre) einen grundsĂ€tzlichen Anspruch auf vorgenanntes. (akt. Zahlen aus 2007)

Leider gestaltet es sich schwierig die Zahlen der BundeslĂ€nder zu erfassen, ich habe daher aus VereinfachungsgrĂŒnden, die vorliegenden offiziellen Zahlen fĂŒr Deutschland auf den prozentualen Bevölkerungsanteil der jeweiligen BundeslĂ€nder umgerechnet. Sobald die Zahlen fĂŒr die BundeslĂ€nder vorliegen, wird diese Grafik auf den jeweiligen LĂ€nder-Seiten durch die Echtwert-Zahlen ersetzt. siehe Bayern, Hamburg, Saarland und Schleswig-Holstein.

Es muß darauf hingewiesen werden, daß bei Einstufung von Kindern bis zum vollendeten 9. Lebensjahr die Zeiten in Abzug gebracht werden, welche auch ein gesundes Kind an Betreuungsbedarf abfordert! Gerade bei sehr kleinen Kindern ist es dabei besonders schwierig eine Pflegestufe zu bekommen. Man muß wohl davon ausgehen, daß davon auch Kinder mit lebensverkĂŒrzenden Erkrankungen betroffen sind, welche in diesen Statistiken demzufolge dann noch nicht einmal berĂŒcksichtigt wĂ€ren.

Das - palliatives extra - zum Thema: hier ...      Siehe dazu auch: hier ... (BM Gesundheit)

Weitere Zahlen und Informationen unter BerĂŒcksichtigung des ökonomischen Aspektes finden Sie dazu auch unter: Physiotherapie

   Pflegekind

oben Zahlen aus 2007

unten Zahlen aus 2005

    

   

                      

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